Die sportliche Chronik des SV Aubing

1929 bis 1945 – Gründungsjahre

Nach Gründung der Fußballabteilung unter dem ersten Vorstand Adolf Schwarz (bis 1936) im damaligen Turnverein Aubing im Jahre 1929 war die Aufnahme des Spielbetriebes natürlich ein Hauptanliegen. Das für die Vereinsgeschichte bedeutungsvolle erste Spiel wurde in Emmering ausgetragen und brachte auch gleich den ersten Erfolg. Mit 5:4 besiegten die Grün-Weißen die Gastgeber. Das ganze Spieljahr 1929 war ausgefüllt mit Freundschaftsspielen auf fremden Spielfeldern. Ein eigenes Spielfeld besaß der Verein zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 1930 wurde Aubing in die C-Klasse eingereiht. Man war zwar des öfteren dem Aufstieg nahe, aber geschafft wurde er erst im Spieljahr 1936/37. Der Verbleib in der B-Klasse, Vorstand war Franz Stadelbauer (bis 1945), scheiterte am Ende der Spielsaison nur am schlechteren Torverhältnis. Um „1/10 Tor“ handelte es sich den damaligen Bestimmungen entsprechend.

Clubhaus des SV Aubing an der Gotzmannstraße.

Es folgten schwere Jahre für den SV Aubing. Der Krieg mit seinen Begleiterscheinungen gestattete nur noch einen notdürftigen Spielbetrieb und das nur auf fremden Sportplätzen. Das eigene Spielgelände war wieder einmal dahin. Der einzige Lichtblick in diesen Jahren war eine sehr erfolgreiche Aubinger Jugend.

1945 bis 1969 – Nachkriegszeit

Im November 1945 wurde der SV Aubing wieder neu aus der Taufe gehoben. Mit Emil Krempl als Vorstand, der dieses Amt die nächsten 10Jahre bekleiden sollte, wuchs eine erfolgreiche Mannschaft heran. Aufgrund Ihrer Spielstärke in die damalige 2. Liga eingegliedert, schaffte sie auf Anhieb den Aufstieg in die 1. Liga. Auch in dieser Liga gelang ihnen die Meisterschaft, zum Aufstieg in die Landesliga reichte es jedoch noch nicht.

Doch in der Spielzeit 1948/49 waren die Aktiven wieder auf voller Höhe. Punktgleich mit Moosburg waren drei Spiele notwendig, um den Sieger zu ermitteln. Im letzten Spiel behielten die Aubinger im Stadion an der Grünwalder Straße nach dramatischem Kampf mit 2:0 die Oberhand. Vollkommen abgekämpft konnten die Aufstiegsspiele nicht gewonnen werden.

1949/50 stand der SV Aubing am Ende auf dem 2. Tabellenplatz der 1. Liga. Jedoch konnte sich unsere Mannschaft in dieser Zeit durch einen 2:1 Sieg über FC Wacker bis in die Vorentscheidung der Pokalrunde durchkämpfen. Bei diesem Spiel erzielte Hans Strobl das entscheidende zweite Tor durch einen schonungslosen Körpereinsatz und musste verletzt vom Platz getragen werden.

Dieser Ausfall hinterließ bei unserer 1. Mannschaft eine große Lücke beim Entscheidungsspiel gegen den MTV Ingolstadt.

Die 3:1 Niederlage und das Ausscheiden aus der Pokalrunde ist somit erklärbar. Unser Spitzenspieler Hans Strobl war eben nicht zu ersetzen.

Die Saison 1950/51 brachte für Aubing einen sportlichen Höhepunkt. Wiederum konnte die Meisterschaft erkämpft und im letzten und entscheidenden Spiel durch ein 4:0 gegen Mainburg – alle 4 Tore von Knobling – die Berechtigung für die Aufstiegsspiele erreicht werden

Die gesammelten Erfahrungen und der äußerste sportliche Einsatz brachten den ersehnten Sprung in die Landesliga.

Die Aubinger Herren in den 50er Jahren.

Am Sonntag, den 12.08.1951 wurde auf dem Sportplatz an der Gotzmannstraße das erste Verbandsspiel in der damaligen Landesliga ausgetragen. Gegner war der FSV Gostenhof-Nürnberg. Dieses Spiel verlief sehr vielversprechend, denn der SV Aubing konnte mit 6:2 Toren einen klaren Erfolg verbuchen. Mit nachstehender Mannschaft gingen die Aubinger auf das Spielfeld:

„Glas O., Preis, Huber, Franz Strobl K., Glas J., Strobl Georg I., Zacherl, Antesberger, Braun, Knobling und Strobl Hans.

Bestens vorbereitet von ihrem Trainer Antesberger, der in großartiger Weise auch Regie führte, sollte diese Aufstellung mit Großen und Ganzen die Standardbesetzung bleiben.

Während der gesamten Spielsaison sah das Aubinger Publikum sehr gute Spiele. Aus Lichtenfels, Bayreuth, Würzburg, Regensburg, Ingolstadt, Nürnberg und aus vielen anderen Städten, die im Fußball einen bedeutenden Namen hatten, kamen die Gegner. In vielen Spielen konnte so mancher Erfolg errungen werden, doch waren die Grün-Weißen auf fremden Plätzen von einem geradezu sprichwörtlichen Pech verfolgt. Die auf dem heimischen Gelände erzielten Punkte reichten nicht aus, um den Verbleib in dieser Spielklasse zu sichern. Das am 27. April 1952 in Neustadt fällige Punktspiel ging ganz knapp mit 3:2 verloren und besiegelte das Schicksal der Grün-Weißen. Trotzdem wurde von der gesamten Fachpresse und vom Publikum bestätigt, dass der SV Aubing immer eine erstklassige Mannschaft auf den Platz brachte, die zum großen Teil nur durch Pech ihren Platz in der Landesliga nicht behaupten konnte.

Aubinger Jugendmannschaft in den späten 50ern.

Auch in den Jahren 1952 bis 1954 spielte man in der damaligen 2. Amateurliga keine unbedeutende Rolle. Aubing blieb ein Begriff. Höhepunkt im Jahre 1954 war die Reise nach Jugoslawien. Als erste deutsche Amateurmannschaft spielte der SV Aubing im Hajduk-Split-Stadion gegen den dortigen RSV Split. Trotz einer 4:2 Niederlage ernteten die Grün-Weißen großen Beifall. Die Saison 1954/55 brachte den 2. Tabellenplatz ein.

Zu dieser Zeit kam Helmut Vorbauer zum SV Aubing und wurde zu Aubings erfolgreichstem Fußballer. Helmut Vorbauer spielte zehnmal in der Bayerischen Auswahl.

Auch im Spieljahr 1955/56 hielt die Spielstärke an. Albert Stürzer – nach längerer Pause wieder als 1. Vorstand tätig – konnte ein erfolgreiches Jahr verzeichnen. Der Mannschaft unter Trainer Josef Eder gelang die Meisterschaft. Zum Aufstieg reichte es allerdings nicht mehr. Man versuchte es im folgenden Spieljahr mit H. Wagner als neuen Trainer. Den Vereinsvorsitz übernahm Willi Stör. Der erhoffte Erfolg trat leider nicht ein. Mit einem Tabellenplatz im oberen Drittel musste man sich begnügen. Zu diesem Zeitpunkt war klar geworden, dass der spielerische Höhepunkt der Grün-Weißen überschritten war. Wieder versuchte man durch Vorstands- und Trainerwechsel eine Wende herbeizuführen. Erich Zimmermann übernahm die Vereinsführung. Er holte Trainer Eder wieder zurück. Beide unternahmen zwar alle Anstrengungen um einen Wandel herbeizuführen, doch das Gegenteil trat ein. Beide traf wohl die geringste Schuld, dass man am Ende der Saison 1958/59 in die A-Klasse absteigen musste. Einige Spieler verließen noch dazu den Verein. Für alle Vereinsmitglieder wirkte diese Tatsache wie eine kalte Dusche.

Der SV Aubing – 10 Jahr ein Begriff im bayrischen Fußball – rutschte in die A-Klasse ab! Aber es musste natürlich irgendwie weitergehen. Peter Dietl wurde Vorstand. Er hielt an Trainer Eder fest. Die Mannschaft zeigte die gesamte Spielsaison hindurch sehr gute Leistungen, und man schaffte sogar mit einigen Punkten Vorsprung den Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Aber schon im folgenden Jahr ging es wieder bergab. Junge Kräfte mussten in die Mannschaft eingebaut werden. Hans Koch löste seinen Vorgänger ab. Rainer Loibl wurde hinzugezogen und mit viel Glück schaffte man den Klassenerhalt im Jahr 1960/61. Zu diesem Zeitpunkt war auch dem größten Optimisten klar, dass es im kommenden Jahr ohne besseres Spielermaterial keine Rettung vor dem Abstieg in die A-Klasse gab.

Dies trat dann auch prompt ein. Erich Zimmermann, in diesem Jahr erneut zum Vorstand gewählt, erlebte diese sportliche Pleite nun zum zweiten Mal. Aber ein Mann wie er wirft aus einem solchen Grund nicht die Flinte ins Korn. Er baute auf seine jungen Spieler und holte Trainer Peter Fröhlich. Mit Fröhlich kam ein Mann nach Aubing, wie ihn sich jeder Vorstand nur wünschen kann, aber selten bekommt. Er war ein fähiger Trainer und Fußballer, ein sportliches Vorbild und ein guter Kamerad zugleich Das erste Jahr seines Wirkens – die Saison 1963/64 – brachte zwar noch nicht den erwünschten Aufstieg, aber es war schon zu erkennen, dass es wieder aufwärts ging. Georg Köberl, in diesem Jahr zum 1. Vorstand gewählt, organisierte eine wunderbare Hollandreise und einen Ausflug zum Vierländer-Turnier nach Buchs in der Schweiz. Mit diesen Unternehmungen wollte er die Zusammengehörigkeit fördern. Was die Zukunft dann auch bewies. Diese Reisen verhalfen zu einer wesentlichen Formverbesserung.

Im nächsten Jahr – 1964/65 – eilte die 1. Mannschaft von Sieg zu Sieg und am Ende des Spieljahres war sie mit etlichen Punkten Vorsprung Meister.

1965/66 wurde Erhard Gruber mit der Führung des Vereins beauftragt und hatte in diesem Jahr guten Erfolg. Mit nur 3 Punkten Rückstand verpasste seine erste Garnitur die Meisterschaft.

Erstaunlich war allerdings auch der Verschleiß an Vereinsvorständen. In 10 Jahren 10 Vorstände! Heinrich Braun, der neue Vorstand für die Jahre 1966 bis 1968, wurde nun vorsorglich gleich für zwei Jahre gewählt.

Die Vorrunde im Spieljahr 1966/67 brachte den Aubingern viele Erfolge. Bis kurz vor Ende der Hinrunde lag die Mannschaft des SV Aubing punktgleich mit Fürstenfeldbruck an der Tabellenspitze. Zur Rückrunde ließen dann die Leistungen der Grün-Weißen etwas nach. Aber am Ende reichte es immer noch zu einem guten Mittelplatz.

Am 13. September 1966 ein weiteres großes Ereignis: Der FC Bayern mit seiner „1. Garnitur“ zu Gast in Aubing! Dies lockte rund 1.000 Zuschauer an. Sie sahen 9 Tore. 8 davon schoss der FC Bayern, dabei Gerd Müller allein 3! Bulle Roth, Nafziger, Brenninger, Rigotti und Werner besorgten den Rest. Den Ehrentreffer für Aubing erzielte H. Klotz.

Das Jahr 1967 leitete eine schlechte Zeit ein. Manches Vereinsmitglied wird daran noch mit Schaudern denken. 1968 erneuter Abstieg in die A-Klasse. 1969 weiterer Abstieg in die B-Klasse. Josef Schauer, der in diesem Jahr die Vereinsführung übernommen hatte, musste schon sehr viel Vereinsinteresse und Idealismus aufbringen, um nicht zu verzweifeln. Einige Spieler gaben das Fußballspielen auf. Verletzungen und Abwanderungen waren dafür verantwortlich, dass der SV Aubing in der B-Klasse landete. Trainer Peter Fröhlich machte nach 6 Jahren Platz für Peter Kolupa.

1970 bis 1983 – Aufstiegsjahre: Der SV Aubing marschiert in die Bezirksliga

Der Wiederaufstieg in die A-Klasse glückte 1970/71. Die Elf des SVA spielte 3 Jahre in dieser Klasse. Dann war es wieder einmal soweit. Wieder mussten die Grün-Weißen in die vorletzte Klasse zurück. Nach 5 Jahren Tätigkeit als Vorstand trat Herr Schauer sein Amt an Heinz Schwemmer ab. Das Wechselspiel zwischen A- und B-Klasse in den Jahren 1974 bis 1978 konnte weder Vorstand Schwemmer noch die Trainer Günther Gierschner und Alfons Nagel verhindern. Nun blieb nur zu hoffen, dass die neue Vorstandschaft mit Anton Dumbs und Stefan Frank, sowie Trainer Hermann Brandstetter das Glück haben, um ihre neue junge Mannschaft wieder in höhere Spielklassen zu führen.

Zu diesem Zeitpunkt liefen auch schon die Vorbereitungen für das im nächsten Jahr stattfindende große Fest: „50 Jahr SV Aubing“. Viele Mitglieder und Aubinger erinnern sich noch gerne an dieses Jubiläum, das unter der Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters Erich Kiesl stand.

14 Tage lang lief auf der Bezirkssportanlage und im danebenliegenden Bierzelt ein tolles Programm ab. Der sportliche Höhepunkt war ein Fußballturnier mit 8 Mannschaften, das zur Freude aller Aubinger, der Jubilar selbst gewann. In einem spannenden Endspiel konnte der SV Aubing den Lokalrivalen ESV Neuaubing mit 4:3 besiegen. Ein wunderschöner Goldpokal – gestiftet von Anton Dumbs – erinnert noch heute im Vereinsheim an diesen Erfolg.

Sportlich war der SV Aubing zu dieser Zeit – unter Trainer Hermann Brandstetter – weiterhin in der B-Klasse vertreten. Ein deutlicher Aufschwung war in der Saison 1981/82 zu verzeichnen. Günter Krempl löste Anton Dumbs als 1. Vereinsvorsitzenden ab und hatte das Glück, mit Manfred Schopka einen Spielertrainer zum SV Aubing zu locken, der alles Bisherige überbot. Sein sportlicher Einsatz und sein kameradschaftliches Verhältnis zu den Spielern und Funktionären waren unübertrefflich. Der in Aubing ansässige ehemalige Bundesligaspieler Gustl Jung konnte für den SV Aubing gewonnen werden. Er stellte natürlich eine enorme Verstärkung der 1. Mannschaft dar.

Mit nur zwei Niederlagen in der gesamten Saison und mit sechs Punkten Vorsprung schafften die Grün-Weißen die Meisterschaft und den Sprung in die A-Klasse.

Da beim letzten Punktspiel in Puchheim die Meisterschaft bereits feststand, wurde ein Pferde- und Traktorengespann organisiert, das die Spieler zur verdienten Meisterfeier zurück nach Aubing fuhr.

Zum Abschluss dieser erfolgreichen Saison unternahm man eine 4-tägige Flugreise nach Berlin. Ein Freundschaftsspiel gegen den Lichtenrader BC, sowie eine Stadtrundfahrt und manch anderes Ereignis standen auf dem Programm.

Der Erfolg sollte sich auch in der nächsten Saison fortsetzen. Nach dem Aufstieg in die A-Klasse startete man zunächst mit dem Ziel des Klassenerhalts. Dass in dieser Mannschaft jedoch mehr steckte, zeigte sich schon nach wenigen Spielen. Mit ausgezeichneter Moral und einem immerwährenden Kampfgeist wurde 1982/83 wiederum die Meisterschaft erreicht. Was Trainer Bubi Schopka für den SV Aubing wert war, zeigt sich sehr bald. Es wurden die gesamte Spielsaison über nur zwei Spiele verloren. Die Entscheidung zum Aufstieg fiel diesmal jedoch erst im letzten Punktspiel.

Der TSV Milbertshofen – bis dahin mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer – wurde auf dessen eigenem Platz durch einen grandiosen 4:0 Erfolg des SVA noch abgefangen. In diesem Spiel erzielte Stürmer Werner Schmid allein 3 Tore.

Damit stieg der SV Aubing innerhalb von 2 Jahren von der B-Klasse wieder in die Bezirksliga auf. Seitdem sind unsere Fußballer in dieser Liga vertreten.

Aufstiegsmannschaft in die Bezirksliga 1983.

1983 bis 2000 – Die ersten Bezirksligajahre: Das Trainerkarussell dreht sich.

Von 1982 bis 1986 war Helmut Körbler Vereinsvorstand. In der Spielzeit 1983/84 war Günther Obert Trainer. Ein Jahr später löste ihn Sepp Watzlawik ab. Watzlawik hatte aber das Glück nicht auf seiner Seite und musste in der Winterpause, als die Grün-Weißen auf einem Abstiegsplatz standen, den Verein verlassen. Für den Rest der Saison sowie für 1986/87 übernahm nochmals Manfred Schopka das Traineramt. Nach diesem Engagement wurde Bubi Schopka für seine Verdienste die silberne Ehrennadel verliehen.

1986 löste Hans Stauber Helmut Körbler als Vorstand ab und leitete bis 1990 die Geschicke des Vereins. In dieser Zeit kam der ehemalige mexikanische Nationalspieler Luis Trejo als Spielertrainer nach Aubing. Bis 1992 – also ganze 6 Jahre lang – war Luis Trejo als Trainer, und davon 5 Jahre als Spieler, tätig. Er hatte die Trainerposition beim SV Aubing bis dahin also am längsten inne.

Als Nachfolger von Hans Stauber trat Hermann Brandstetter 1990 das Amt des 1. Vorsitzenden an. Für die Spielzeit von1992 bis 1994 wurde mit Gerhard Koch ein erfahrener Bezirksligatrainer engagiert. Auch er hatte wieder erwähnenswerte Erfolge mit den Grün-Weißen zu verzeichnen. In beiden Spielzeiten hatte man die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Bezirksoberliga erreicht. Doch jedes Mal scheiterte man im entscheidenden Spiel erst am Sportbund Rosenheim, im Jahr darauf an Gartenstadt Trudering.

1994 übernahm Erich Eckert das Amt des 1. Vorstandes. Peter Grünberger wurde neuer Trainer. Doch schon 3 Montage später wurde dieser durch Gustl Jung ersetzt.

Von 1995 bis 1998 hatte man mit Klaus Obermaier erneut einen engagierten Trainer gefunden. Durch seinen persönlichen Einsatz konnte er die Mannschaft immer im Vorderfeld der Bezirksliga platzieren. Klaus Obermaier wurde dann zwei Monate vor Ende der 1998er Saison von Martin Ringholz abgelöst.

Nach einem Entscheidungsspiel gegen Moosinning im Aschheimer Stadion gelang dem SVA durch einen 2:1 Sieg der Aufstieg in die Bezirksoberliga.
Zum 1. Vorstand wurde in diesem Jahr Alfons Kirmeir gewählt.

Aufstiegsmannschaft in die Bezirksoberlige 1998.

Der Klassenerhalt konnte jedoch trotz ansprechenden Leistungen, die die junge Mannschaft vor allem zu Beginn der Saison zeigte, nicht gehalten werden. Die Aubinger mussten wieder zurück in die Bezirksliga.

Noch vor Saisonende wurde Martin Ringholz von Daniel Maxbauer, der auch noch als Spieler tätig war, ersetzt. Die Jahre 1998 bis 1999 hatten es wirklich in sich. Als nächstes wurde Rudi Wagner, der früher schon als Spieler in Aubing aktiv war, als Trainer engagiert. Nach dessen nur 3-monatiger Tätigkeit übernahm im November 1999 Hans von Imhoff den bestimmt nicht immer leichten Trainerposten beim SVA, den er bis 2005 mit viel Leidenschaft und Engagement ausfüllte.

Kurz vor Saisonende 2000 legte dann auch Alfons Kirmeier sein Amt als Vorstand des SV Aubing nieder.

2000 bis 2019: Konstanz – Hoffnung – Zukunft.

Hermann Brandstetter nahm nun in seiner zweiten Amtszeit von 2000 bis 2004 als 1. Vorstand die Zügel in die Hand. Ihm ist es zu verdanken, dass alles wieder in geregelte Bahnen kam und der Verein eine Phase der Konstanz erlebte.

Im Jahr 2004 feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen unter dem damals neu ins Amt gewählten 1. Vorsitzenden Manfred Spannagl. Ihm zur Seite standen Alfred Leingärtner und Rupert Jund als seine Stellvertreter – eine Generation aus den Reihen der AH rückte damit in die Vereinsführung nach. Das Jubiläum wurde im Juli 2004 im Rahmen einer Festwoche mit zahlreichen Programmpunkten ausgiebig gefeiert. So trafen zum Beispiel aus den Reihen der Aubinger Fans zu einem Gaudispiel „Die Roten“ gegen „Die Blauen“ aufeinander, es gab ein Stockschützenturnier sowie Stoalupfa, und diverse Fußballspiele der Jugend und der Herrenmannschaften. Highlight war unbestritten das Spiel der 1. Mannschaft gegen die Amateure des FC Bayern, die Thorsten Fink als Kapitän aufs Feld führte. Zur Pause nahmen die Aubinger ein 0:0 mit in die Kabine, mussten dann aber in der 2. Halbzeit sechs Gegentreffer hinnehmen. Aber das tat der feierlichen Stimmung keinen Abbruch, denn die Anwesenheit sowohl von Gerd Müller, dem „Bomber der Nation“, als auch von Hermann Gerland ließ bei den Fans keine schlechte Stimmung aufkommen.

Das Jubiläumsjahr ging am 03. September mit einem Festabend auf dem Aubinger Herbstfest zu Ende.

Kurz darauf dann noch ein weiterer sportlicher Höhepunkt: Das Freundschaftsspiel der Aubinger AH gegen die Traditionsmannschaft von Bayer 04 Leverkusen. Vor zahlreichen Zuschauern konnte die Mannschaft aus Leverkusen, die gespickt war mit ehemaligen Erst- und Zweitligaprofis, nur knapp mit 2:3 gewinnen.

2005 löste ein ehemaliger Spieler des Vereins Hans von Imhoff nach fünf Jahren als Trainer der ersten Mannschaft ab: Andy Koch. Es sollte eine 7-jährige Amtszeit mit erfolgreichen Jahren werden.

Das Jahr 2007 hielt dann wieder eine unangenehme Veränderung für den Verein bereit: Die Seniorenmannschaften lösten sich wegen Spielermangels auf und es wurden Spielgemeinschaften mit dem ESV Neuaubing (Senioren A) und mit der SpVgg Unterpfaffenhofen (Senioren B) gegründet.

Das Jahr 2012: Während die erste Mannschaft inzwischen seit fast 30 Jahren fester Bestandteil der Bezirksliga Süd ist, gibt Manfred Spannagl im Jahr 2012 sein Amt als 1. Vorsitzender nach 8 Jahren ab. An seine Stelle wird Stefan Bönsch als 1. Vorsitzender gewählt. Auch die bisherigen Stellvertreter Ali Leingärtner und Alexander Dexheimer stellten sich nicht mehr zur Wahl und die Mitgliederversammlung wählte Bernd Roth und Robert Miefanger als Stellvertreter in den Vorstand.

Gleich in den ersten Wochen der Amtszeit von Stefan Bönsch steht eine entscheidende Trainerentscheidung an, da auch der Trainer Andy Koch den SV Aubing zum Ende der Saison 2011/2012 verlässt. Damit geht eine erfolgreiche Ära zu Ende, die die Mannschaft 2011 ganz nah an den Landesliga-Aufstieg geführt hatte. Auf Koch folgt Thomas Griesgraber, für den allerdings bereits im November 2012 wieder Schluss ist. Sebastian Zeitlhack, ein aktiver Spieler aus dem Kader, tritt daraufhin an seine Stelle.

Im Jahr 2013 kann der Verein 30 Jahre Zugehörigkeit zur Bezirksliga feiern. Viele der ehemaligen „Aufstiegshelden“ konnten zu einem Fest im Vereinsheim begrüßt werden. Sie führten den Verein einst in die Bezirksliga, was den Anfangspunkt einer beispiellos langjährigen Serie markierte. Bis heute nimmt der SV Aubing überlegen Platz 1 der „ewigen Bezirksliga-Tabelle“ ein. Vermutlich ein Rekord für die Ewigkeit.

Zeitlhack zieht es 2013 beruflich nach Salzburg, weshalb bereits der nächste Trainerwechsel für den Vorsitzenden Stefan Bönsch fällig ist. Es wird Walter Damasch verpflichtet, der die Bezirksliga-Erfolge der Grün-Weißen fortführen soll. Doch die Mannschaft kann unter seiner Leitung nicht an die Leistungen anknüpfen und gerät in akute Abstiegsgefahr, weshalb es für Damasch auch nur eine kurze Amtsperiode werden sollte. Es steht der vierte Trainerwechsel innerhalb von knapp 2 Jahren an. Am 24. Spieltag der Saison 2013/14 übernimmt Simon Kaltenbach, sozusagen ein „Eigengewächs“ des Vereins, das Traineramt beim SV Aubing. Die erste Mannschaft belegt zu diesem Zeitpunkt Tabellenplatz 12 der Bezirksliga Nord, in der sie für ein einjähriges Gastspiel eingeteilt wurde. Die Mannschaft befindet sich einer kritischen Phase und die Bezirksligazugehörigkeit ist nach über 30 Jahren in ernster Gefahr! Kaltenbach schafft es aber, das Team zu stabilisieren und schließt die Saison mit Platz 11 ab. Anschließend coacht er die Mannschaft – zunächst im Trainergespann mit Andy Koch – auf die Plätze 8, und 4, und anschließend als allein verantwortlicher Trainer auf die Plätze 6 und 3 in der Abschlusstabelle.

Simon Kaltenbach verlässt den SV Aubing nach 6 Jahren zum Saisonende 2018/2019 und macht Platz für Miljan Prijovoc, der ab Juni 2019 die Mannschaft coachen wird.

2019 und mehr: Neue Kapitel für das „SV Aubing-Album“

90 Jahre Vereinsgeschichte, eine bewegte und bewegende Vergangenheit. Das ist der SV Aubing.
Viele Vorstände, Spieler, Trainer und Verantwortliche haben den Verein in all den Jahren geprägt und ihre Fußabdrücke hinterlassen. Es gab Aufs und Abs, es gab Misserfolge und Niederlagen. Aber der Verein erlebte auch jede Menge Erfolge, ganz viel Gemeinschaft und Zusammenhalt und schöne Geschichten. Denn nach Niederlagen sind alle immer wieder aufgestanden und haben das Schicksal in ihre Hände genommen und den SV Aubing gemeinsam mit Leidenschaft und Tatkraft wieder aufgerichtet.

Die Aubinger Vorstände der letzten Jahre. v.l.: Stefan Bönsch, Manfred Spannagl, Alfons Kirmeier, Erich Eckert, Helmut Körbler, Günter Krempl, Hermann Brandstetter

Genau das macht den SV Aubing aus. Das ist der „Spirit“, das ist die eigentliche Geschichte des Vereins. Lasst uns diese wunderbare Geschichte also gemeinsam fortschreiben, künftig viele schöne Momente sammeln und dem großen „SV Aubing-Album“ weitere, erfolgreiche Kapitel hinzufügen.

Aubinger Vorstände

1929 – 1936 Adolf Schwarz

1936 – 1944 Franz Stadelbauer

1945 – 1955 Emil Krempl

1955 – 1956 Albert Stürzer

1956 – 1958 Willi Stör

1958 – 1959 Erich Zimmermann

1959 – 1960 Peter Dietl

1960 – 1961 Johann Koch

1961 – 1964 Georg Köberl

1964 – 1966 Erhard Gruber

1966 – 1968 Heinrich Braun

1968 – 1974 Josef Schauer

1974 – 1978 Heinz Schwemmer

1978 – 1980 Anton Dumbs

1980 – 1982 Günter Krempl

1982 – 1986 Helmut Körbler

1986 – 1990 Hans Stauber

1990 – 1994 Hermann Brandstetter

1994 – 1998 Erich Eckert

1998 – 2000 Alfons Kirmeier

2000 – 2004 Hermann Brandstetter

2004 – 2012 Manfred Spannagl

2012 – 2020 Stefan Bönsch

seit 2020 Bernd Roth

Aubinger Trainer

1983 Manfred Schopka

1983 – 1984 Manfred Schopka/Günther Obert

1984 Günther Obert

1985 (bis Nov.) Sepp Watzlawik

Nov. 1985 – 1986 Manfred Schopka

1986 – 1992 Luis Trejo

1992 – 1994 Gerhard Koch

1994 (bis Okt.) Peter Grünberger

Okt. 1994 – 1995 Gustl Jung

1995- 1998 Klaus Obermeier

1998 – 1999 Martin Ringholz

1999 Daniel Maxbauer

1999 (bis Nov.) Rudi Wagner

Nov. 1999 – 2005 Hans Imhoff

2005 – 2012 Andy Koch

2012 (bis Nov.) Thomas Griesgraber

Nov. 2012 – 2013 Sebastian Zeitelhack

2013 (bis April) Walter Damasch

Apr. 2013 – 2016 Simon Kaltenbach/Andy Koch

2016 – 2019 Simon Kaltenbach

seit 2019 Miljan Prijovic

Meisterschaften und Erfolge

1937 Meister der C-Klasse

1947 Meister der 2. Bezirksliga

1950 Meister der 1. Bezirksliga

1950 Endspiel um die oberbayr. Pokalmeisterschaft gegen MTV Ingolstadt

1951 Meister der 1. Bezirksliga

1956 Meister der 2. Amateurliga

1958 Meister der 2. Amateurliga

1960 Meister der A-Klasse

1971 Meister der B-Klasse

1975 Meister der B-Klasse

1977 Meister der B-Klasse

1982 Meister der B-Klasse / Aufstieg in die A-Klasse

1982 Meister der A-Klasse / Aufstieg in die Bezirksliga

1993 Entscheidungsspiel zum Aufstieg
in die Bezirksoberliga

1994 Entscheidungsspiel zum Aufstieg
in die Bezirksoberliga

1998 Aufstieg in die Bezirksoberliga

Spielklassen SV Aubing

1930 – 1937 C-Klasse

1937 – 1938 B-Klasse

1938 – 1944 C-Klasse

1946 – 1947 2. Bezirksliga

1947 – 1951 1. Bezirksliga

1951 – 1952 1. Amateurliga

1952 – 1959 2. Amateurliga

1959 – 1960 A-Klasse

1960 – 1962 Bezirksliga

1962 – 1965 A-Klasse

1965 – 1968 Bezirksliga

1968 – 1969 A-Klasse

1969 – 1971 B-Klasse

1971 – 1974 A-Klasse

1974 – 1975 B-Klasse

1975 – 1976 A-Klasse

1976 – 1977 B-Klasse

1977 – 1978 A-Klasse

1978 – 1982 B-Klasse

1982 – 1983 A-Klasse

1983 – 1998 Bezirksliga

1998 – 1999 Bezirksoberliga

1999 – 2020 Bezirksliga